|
Christa FRADL |
Dipl. Ernährungstrainerin -
Mag. Christa Fradl - Mühleistr.11 - A-5081
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Die Diabetikerschulung ist ein unverzichtbarer
Bestandteil eines modernen
Diabetes-Therapiekonzeptes.
VÖD -
Leitbild
Die Aufgabe der DiabetesberaterInnen besteht darin, Menschen
mit
Diabetes mellitus im Rahmen ihrer Begabungen, Fähigkeiten und
Fertigkeiten, aber
auch mit ihren diabetesbedingten Einschränkungen so
zu schulen und zu fördern,
dass ihre Lebensqualität der von Menschen
ohne Diabetes möglichst nahe kommt.
DiabetesberaterInnen Österreichs
sind qualifiziert ausgebildete MitarbeiterInnen,
die Menschen mit
Diabetes mellitus schulen und beraten. Sie setzen sich
nachdrücklich für
die Verbesserung der Lebensqualität, die Zukunftsaussichten und
die
Lebenserwartung von PatientInnen ein und sind sich ihrer Verantwortung in
der
fachlichen und psychosozialen Betreuung bewusst.
Das
nachfolgende Tätigkeitsprofil beschreibt die speziellen Aufgabenbereiche
einer Diabetesberaterin in deren Berufsbild.
1. Definition und
Bedeutung
Das Tätigkeitsprofil Diabetesberatung ist eine Spezialisierung
in den Berufen
der/des DGKS/P, DKKS/P und DiätologInnen, mit bestimmten
Qualifikationen,
durch die er/sie sich von anderen Berufen abgrenzt.
2. Zusatzbezeichnung
Diabetesberaterin/Diabetesberater (lt.
Weiterbildungsrichtlinien bis 2002)
Diabetesberatung (lt.
Weiterbildungsrichtlinien ab 2002)
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VÖD Tätigkeitsprofil - 0
Tätigkeitsprofil
DGKS/DGKP und
DiätologInnen
in der Diabetesberatung
VÖD Tätigkeitsprofil - 1
PRÄAMBEL
Die Diabetikerschulung ist ein unverzichtbarer Bestandteil
eines modernen
Diabetes-Therapiekonzeptes.
VÖD - Leitbild
Die
Aufgabe der DiabetesberaterInnen besteht darin, Menschen mit
Diabetes
mellitus im Rahmen ihrer Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber
auch mit ihren diabetesbedingten Einschränkungen so zu schulen und zu
fördern,
dass ihre Lebensqualität der von Menschen ohne Diabetes
möglichst nahe kommt.
DiabetesberaterInnen Österreichs sind
qualifiziert ausgebildete MitarbeiterInnen,
die Menschen mit Diabetes
mellitus schulen und beraten. Sie setzen sich
nachdrücklich für die
Verbesserung der Lebensqualität, die Zukunftsaussichten und
die
Lebenserwartung von PatientInnen ein und sind sich ihrer Verantwortung in
der
fachlichen und psychosozialen Betreuung bewusst.
Das
nachfolgende Tätigkeitsprofil beschreibt die speziellen Aufgabenbereiche
einer Diabetesberaterin in deren Berufsbild.
Gertraud Sadilek
VÖD Vorsitzende
November 2006
VÖD Tätigkeitsprofil - 2
INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
1. Definition und Bedeutung
2.
Zusatzbezeichnung
3. Tätigkeitsprofil
3.1. Zwecke des
Tätigkeitsprofils
3.1.1. Organisatorisch
3.1.2. Personalpolitisch
3. 2. Detailbeschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten
3.2.1.Eigenverantwortliche Tätigkeit
A. - auf den Patienten bezogen
B. - auf den Betrieb und die Diabetesschulungsorganisation bezogen
C. - auf die Mitarbeiter bezogen
3.2.2.Mitverantwortliche Tätigkeit
A. - auf den Patienten bezogen
B. - auf den Betrieb und die
Diabetesschulungsorganisation bezogen
C. - auf die Mitarbeiter bezogen
3.2.3. Interdisziplinäre Tätigkeit
A. - auf den Patienten bezogen
B. - auf den Betrieb und die Diabetesschulungsorganisation bezogen
C. - auf die Mitarbeiter bezogen
VÖD Tätigkeitsprofil - 3
4.
Auflistung der Tätigkeiten und Strukturen
4.1.Rahmenbedingungen
4.1.1. Arbeitsbereich
4.1.2. Voraussetzungen
4.1.3.
Anforderungen
4.1.4. Zielsetzungen
4.1.5. Vorgesetzte Stellen
(direkt, dienstrechtlich, fachlich)
4.1.6. Nachgeordnete Stellen
4.1.7. Vertretung
4.1.8. Informationspflicht
4.2. Kernaufgaben
und Kompetenzen
4.2.1. Organisation der Schulungs- und
Behandlungsmaßnahmen
4.2.2. Auswahl der Patienten
4.2.3.
Theoretische Schulung
4.2.4. Praktische Schulung
4.2.5. Teamaufgaben
4.2.6. Information an Vorgesetzte und an nachgeordnete Mitarbeiter
4.2.7. Administration
4.2.8. Kooperation und Kommunikation
4.3.
Berufspflichten
4.4. Fort- und Weiterbildung
4.5. Befugnisse
5.
Erhebung des Zuständigkeitsbereichs (Verantwortungsbereichs)
einer
Diabetesberaterin / eines Diabetesberaters in der
Diabetesschulung 2005
6. Entwicklungstendenzen
7. Arbeitskreis
8. Anhang
8.1.
Beispiel einer Stellenbeschreibung für DGKS/P oder DKKS/P
in der
Diabetesberatung
8.2. Beispiel einer Stellenbeschreibung für
DiätologInnen
in der Diabetesberatung
VÖD Tätigkeitsprofil - 4
1. Definition und Bedeutung
Das Tätigkeitsprofil Diabetesberatung
ist eine Spezialisierung in den Berufen
der/des DGKS/P, DKKS/P und
DiätologInnen, mit bestimmten Qualifikationen,
durch die er/sie sich von
anderen Berufen abgrenzt.
2. Zusatzbezeichnung
Diabetesberaterin/Diabetesberater (lt. Weiterbildungsrichtlinien bis
2002)
Diabetesberatung (lt. Weiterbildungsrichtlinien ab 2002)
3.
Tätigkeitsprofil
3.1. Zwecke des Tätigkeitsprofils
3.1.1.
Organisatorisch:
Fixierung der Stelle in der Gesamtorganisation
Schaffen einer lückenlosen Zuständigkeitsordnung
Sicherung der
gesamtbetrieblichen Organisation
einheitliche Auffassung des
Stelleninhabers und seiner
Vorgesetzten über Art und Umfang der
Tätigkeit
3.1.2. Personalpolitisch:
Grundlage für die
Personalbeschaffung und den Personaleinsatz
Grundlage für die
objektivierte Stellenbewertung
Grundlage für die aufgabenbezogene
Mitarbeiterstandortbestimmung
3. 2. Detailbeschreibung der Aufgaben
und Tätigkeiten
3.2.1. Eigenverantwortliche Tätigkeit
A.- auf den
Patienten bezogen
erkennt und erfasst die Patientenbedürfnisse
entsprechend dem Diabetes-Typ
erstellt Beratungs- und Schulungspläne
und wertet sie nach der Durchführung
unter Beachtung der vorgegebenen
Qualitätskriterien aus
erarbeitet mit den Patienten seine persönlichen
Ziele
nimmt Rücksicht auf die momentane psychische Verfassung des
Patienten
reflektiert mit dem Patienten den Lernerfolg und die
Umsetzung der
Therapiemaßnahmen
dokumentiert und berichtet über
die Auswirkung der Schulungsmaßnahmen
und über die Patientensituation
nimmt entsprechend der Schulungsindikation Anpassungen bzw.
Veränderungen in dem Schulungskonzept vor
bezieht den Patienten in
das Schulungskonzept ein, klärt ihn über
Vorgehensweise und Durchführung
auf und richtet es nach den
Patientenbedürfnissen aus
VÖD Tätigk
eitsprofil - 5
berät und fördert den Patienten nach Möglichkeit zur
Eigenverantwortung und
Selbständigkeit, evtl. unter Einbeziehung der
Angehörigen mittels
Gesprächen, Schulungen, Beratungen
hält sich
an das vereinbarte strukturierte Schulungskonzept (Curriculum) unter
Berücksichtigung der Patientenbedürfnisse
trägt zu einer
Atmosphäre bei, die den Lernprozess des Patienten fördert
fördert und
unterstützt die Kontaktherstellung zu psychosozialen Diensten,
Selbsthilfegruppen, Versicherungen
beachtet die geltenden
Hygieneregeln, Qualitätsrichtlinien und Aspekte des
Datenschutzes
B.- auf den Betrieb und die Diabetesschulungsorganisation bezogen
plant die Arbeit in der Diabetesschulung auf Grundlage des geltenden
Organisationsablaufes
bezieht die Mitarbeiter der zuständigen
Station bei der Organisation der zu
erledigenden Aufgaben ein
führt schriftliche oder mündliche Übergaben durch
erfasst die zu
schulenden Patienten und deren Schulungsbedarf, teilt sie in
geeignete
Schulungsgruppen ein
geht mit den medizin-technischen Geräten nach den
Vorschriften des
Medizinproduktgesetzes um
setzt die Lernmittel,
Medien und Geräte wirtschaftlich, zweckmäßig und
sparsam ein
bestimmt mit bei Anschaffung und Neueinführung von Schulungsutensilien in
Abstimmung mit dem Schulungsteam und der Wirtschaftsdirektion
beachtet die Hygienebestimmungen
C.- auf die Mitarbeiter bezogen
unterstützt in ihrer Arbeit nach Notwendigkeit und Möglichkeit und nimmt
auch
selbst Unterstützung im multiprofessionellen Team an
vertritt
die Schulungsinteressen gegenüber anderen Berufsgruppen, den
Mitarbeitern der stationären Einrichtungen und den Vorgesetzten
leitet neue Mitarbeiter an, berät und unterstützt sie mit dem Ziel, sich in
das
Diabetesteam zu integrieren
leitet die zugewiesenen Schüler,
Praktikanten und Studenten unter Beachtung
der Absprachen und des
Wissensstandes an, begleitet und kontrolliert die
Durchführung im
eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich
delegiert geplante
Interventionen an nachgeordnete Mitarbeiter und kontrolliert
die
Durchführung
beteiligt sich nach Möglichkeit eigeninitiativ an
hausinternen Fortbildungen
und Arbeitsgruppen
setzt sich für die
Weiterentwicklung der Diabetesschulung und die Umsetzung
in der Praxis
ein (wissenschaftliche Studien, Forschungsarbeit)
wendet Kenntnisse
der eigenen Gesundheitsvorsorge an
VÖD Tätigk eitsprofil - 6
3.2.2.
Mitverantwortliche Tätigkeit1
A.- auf den Patienten bezogen
bereitet die therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen, nach
schriftlicher ärztlicher Anordnung, fachgerecht vor und führt diese im
Umfang
des eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereiches bzw. lt.
Arbeitsvereinigung des
Hauses ebenso durch
leitet auffällige
Beobachtungen unmittelbar und korrekt an die vorgesetzte
Stelle weiter
bzw. dokumentiert diese
B.- auf den Betrieb und die
Diabetesschulungsorganisation bezogen
kennt die Qualitätsstufen und
hinterfragt sie in der täglichen Praxis
hilft mit bei der Erarbeitung
und Überarbeitung von Schulungsstandards
haltet festgelegte
Schulungsstandards unter Berücksichtigung der
Individualität des
Patienten ein
überprüft regelmäßig die erreichten Schulungsstandards
anhand festgelegter
Kriterien (z.B. Schulungsdokumentation)
gibt
Verbesserungsvorschläge an das Diabetesteam weiter
erprobt nach
Anweisung neue Sachmittel und berichtet über Erfahrungen
C.- auf die
Mitarbeiter bezogen
nimmt regelmäßig an den Teambesprechungen teil und
beteiligt sich aktiv an
der Umsetzung von Besprechungs- und
Arbeitsgruppenergebnissen, wenn sie
von der vorgesetzten Stelle
genehmigt sind
leistet eigene Beiträge zur Förderung eines guten
Betriebsklimas
bespricht erforderliche Dienstplanänderungen und nimmt
diese an
kommt den übertragenen Aufgaben und Verantwortungsbereichen
durch
engagierte Mitarbeit korrekt nach
unterstützt das
Diabetesschulungsteam in der Gewährleistung der
Schulungsqualität
führt Mitarbeiter, Schüler, Praktikanten und Studenten ins Schulungsteam ein
und leitet sie an: kennt die Einführungsrichtlinien und haltet diese
ein, wirkt mit
bei Beurteilungen durch Zwischengespräche mit den
Vorgesetzten, achtet auf
das Erreichen der Praktikumsziele, kann
Beurteilungskriterien umsetzen
1 Gilt für DiabetesberaterInnen, die dem
Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
angehören
VÖD
Tätigk eitsprofil - 7
3. 2. 3. Interdisziplinäre Tätigkeit
A.- auf
den Patienten bezogen
berät in Gesundheitsfragen
bereitet die
Entlassung vor
hilft bei der Weiterbetreuung nach der Entlassung
stellt Kontakt zu Selbsthilfegruppen, psychosozialen Diensten usw. her
koordiniert und integriert andere Bereiche sinnvoll in den Arbeitsablauf
wirkt mit bei präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen
B.-
auf den Betrieb und die Diabetesschulungsorganisation bezogen
bildet
sich regelmäßig fort und bringt Vorschläge für das hausinterne
Fortbildungsangebot
setzt sich mit Neuerungen in der Diabetologie
auseinander und erprobt sie
entsprechend der Anweisungen
informiert sich selbständig über neue Anordnungen des Betriebes
arbeitet mit an der Verbesserung des Schulungsstandards des Betriebes und
des Images durch Engagement und Teilnahme an Arbeitsgruppen und
Kommissionen
C.- auf die Mitarbeiter bezogen
ist bereit die
KollegInnen anderer Bereiche zu unterstützen
VÖD Tätigk eitsprofil - 8
4. Auflistung der Tätigkeiten und Strukturen
4.1. Rahmenbedingungen
4.1.1. Arbeitsbereich Klinik
Krankenhaus
Gesundheitspraxen
Ambulanzen
Gesundheitsberatende Einrichtungen
Extramurale
Einrichtungen
Freiberuflich
Schulungspraxen
4.1.2.
Voraussetzungen Ein nach dem österreichischen
Gesundheits- und
Krankenpflegegesetz
anerkanntes Diplom im gehobenen
Dienst für
Gesundheits- und
Krankenpflege
oder ein nach dem österreichischen
MTD-Gesetz anerkanntes Diplom der
DiätologInnen
oder
Arzt/Ärztin
Und zusätzlich:
Die erfolgreiche Absolvierung des VÖD
Weiterbildungsseminares zur
Diabetesberatung nach GuKG
4.1.3.
Anforderungen Pädagogische und psychologische
Fähigkeiten,
Teamfähigkeit (persönlich
und sozial), kommunikative Fähigkeit,
Kritik- und Konfliktfähigkeit, Fähigkeit zur
Selbständigkeit und
Eigeninitiative,
Lernfähigkeit
Selbstreflexion
Durchsetzungsvermögen
Organisations- und
Koordinationsgeschick
Psychische und physische Belastbarkeit
EDV-Kenntnisse
Soziales Engagement
VÖD Tätigk eitsprofil - 9
4.1.4. Zielsetzungen
Zusammenarbeit und Reflexion im
interdisziplinären Diabetesschulungsteam
Wahrnehmung des eigenen Schulungsund
Beratungsauftrages
Vermittlung der Kenntnisse und
Fähigkeiten, die zur Bewältigung der
chronischen Erkrankung notwendig sind
Hilfestellung und Beratung
der
Betroffenen und ihren Angehörigen bei
Entstehung, Verlauf und
langfristiger
Prognose der Erkrankung
4.1.5. Vorgesetzte Stellen
(direkt, dienstrechtlich, fachlich)
Vorgesetzte:
In
medizinisch/fachlichen Belangen:
- Ärztlicher Direktor
In
pflegerisch/fachlichen Belangen:
- Pflegedienstleitung
In
administrativ / organisatorischen
Belangen:
- Verwaltungsleitung
Anordnungsbefugte:
In medizinischen Belangen:
- Lt. § 2 (4)
MTD-G und § 11 GuKG
- Schulungsbeauftragter/behandelnder Arzt
In
pflegerischen Belangen:
- Pflegedienstleitung
In administrativ /
organisatorischen
Belangen:
- Verwaltungsleitung
4.1.6.
Nachgeordnete Stellen Zur Aufgabenerfüllung zugeteilte
Mitarbeiter
(nach Rücksprache mit der
Stationsleitung)
Schüler, Praktikanten
und Studenten
4.1.7. Vertretung Eine geeignete qualifizierte
DiabetesberaterIn
Ein nominiertes Mitglied des
Diabetesteams
4.1.8. Informationspflicht gegenüber Diabetesbeauftragtem Arzt
Pflegedienstleitung
Verwaltungsleitung
Kollegialer Führung
VÖD Tätigke itsprofil - 10
4.2. Kernaufgaben und Kompetenzen
4.2.1. Organisation der Schulungsund
Behandlungsmaßnahmen
Planung, Durchführung von Beratungen
und strukturierten Schulungen für
Menschen mit Diabetes und
metabolischem Syndrom und deren
Angehörigen
Entscheidungsfähigkeit,
Handlungsfähigkeit und
Selbständigkeit
der Betroffenen fördern, um deren
Lebensqualität zu
verbessern
Dokumentation der absolvierten
Beratungen/Schulungen
Erstellung/Überarbeitung bzw.
Beschaffung von Beratungs- und
Schulungskonzepten sowie zugehörigen
Materialien
Planung,
Organisation und Durchführung
von Mitarbeiterschulungen und
Seminaren
Erstellung von Stundenplänen für die
Schulung
Erstellung von Schulungsleitlinien und
Organisation von
Unterrichtsmaterial und
Medien
Pflege und Verwaltung von Lehr- und
Lernmitteln, Medien und Geräten
Einteilung der Mitarbeiter für
Schulung,
Unterricht und Praxisanleitung von
Praktikanten, Schülern
und Studenten
4.2.2. Auswahl der Patienten Einteilung/Zuordnung der
Patienten in die
geeignete Schulungsgruppe
4.2.3. Theoretische
Schulung Vorbereitung, Durchführung und
Nachbereitung der
Diabetesschulung:
- Mit dem interdisziplinären Diabetesteam
- Lt.
zertifiziertem Schulungscurriculum
- Lt. geltendem Standard
4.2.4.
Praktische Schulung Besprechung und Dokumentation im
Tagebuch und
Gesundheitspass
Fachgerechte Anleitung bei:
- Handling mit
Insulinapplikationsmöglichkeiten
- Selbstkontrollen
-
Praktischer Insulindosisanpassung
- Eigenverantwortlicher Umsetzung der
ärztlich verordneten Therapie im Alltag
VÖD Tätigke itsprofil - 11
- Richtigem Verhalten von BZ Werten
außerhalb des Zielbereiches
(Entgleisung) Bsp: Sofortmaßnahmen,
Handhabung der Glucagonspritze
- Auswahl und Zusammensetzung
verschiedener Lebensmittel und Speisen
- Vorsorgeuntersuchungen, Nachsorge,
Spätschäden,
- Fußpflege,
Fußgymnastik und körperliche
Betätigung
4.2.5. Teamaufgaben
Teilnahme an Teambesprechungen
Besprechungen mit Ärzten und
Pflegepersonal der zuständigen Abteilung
für Diabetiker
Mitsprache und Vorschlagsrecht bei der
Therapie des einzelnen Patienten
im
Hinblick auf seine persönlichen und
soziokulturellen
Voraussetzungen
Erstellung von Dienst-, Urlaubs-,
Vertretungs- und
Fortbildungsplänen
4.2.6. Information an Vorgesetzte und
an
nachgeordnete Mitarbeiter
Über die geplanten Routineschulungen
Über evtl. Umgestaltung des
Diabetesschulungskonzeptes
Über evtl.
Änderung des Stundenplanes
Über besondere Vorkommnisse
Über den
Verlauf der Schulung
4.2.7. Administration Führung von:
-
Patientenunterlagen und
Dokumentationssystemen
- Statistiken über
Schulungen und
Beratungen
- Qualitätssicherung
Vorbereitung
der Aufnahmeunterlagen
Überwachung der laufenden
Patientendatei
Vorbereitung der Entlassungsunterlagen
Abrechnung mit den
Kostenträgern und
entsprechende Dokumentation
Mithilfe bei
wissenschaftlichen Studien
und Forschungsprojekten
Erstellung von
Infomaterial für die
Öffentlichkeit
Erledigung des anfallenden
Schriftverkehrs
VÖD Tätigke itsprofil - 12
4.2.8. Kooperation
und
Kommunikation mit:
Patienten und deren Angehörigen
Mitarbeitern des interdisziplinären
Schulungsteams
Den zur
Betreuung beauftragten
interdisziplinären Berufsgruppen
Pflegedienstleitung/Verwaltungsleitung
Qualitätsbeauftragten
Intra- und extramuralen Bereichen
Lehrern und Erziehern
Selbsthilfegruppen
Öffentlichen Trägern
Pharmafirmen
4.3.Berufspflichten
lt. GuKG und MTD Gesetz:
Verschwiegenheitspflicht
Einhaltung der festgelegten verbindlichen
Richtlinien, Dienstwege,
Dienstanweisungen usw.
Fort- und
Weiterbildungspflicht gemäß
dem einschlägigen berufsrechtlichen
Bestimmungen im GuKG, MTD Gesetz
und laut VÖD
Wahrung der
Berufs-, Geschäfts- und
Betriebsgeheimnisse
Verpflichtung zu
Dienstbesprechungen
VÖD Tätigke itsprofil - 13
4.4.Fort- und
Weiterbildung
Einholung von fachspezifischen
Informationen und
Studium von
Fachliteratur
Teilnahme und Mitwirkung an:
-
krankenhausinternen
Fortbildungen
- Fortbildungen für extramurale
Bereiche
- VÖD und ÖDG Tagungen
- Nationalen und
internationalen
Tagungen
Hospitation in anderen Schulungszentren
Supervision der eigenen Schulung
Öffentlichkeitsarbeit für die
eigene
Einrichtung, VÖD und ÖDG
4.5. Befugnisse
Beratung und
entscheidende Mitarbeit bei
allen Diabetesschulungsfragen
Anordnungsbefugnis: Arbeiten an die
unterstellten MitarbeiterInnen unter
Berücksichtigung ihrer Qualifikation und
Begabung delegieren
Wahrnehmung der fachlichen
Weisungsbefugnis an nachgeordnete
MitarbeiterInnen
Verantwortung für die Anleitung der
Praktikanten, Schüler und Studenten und
Wahrnehmung der
Aufsichtspflicht
Maßgebliche Durchführung der
Beurteilung der
Praktikanten, Schüler und
Studenten
Recht, die selbst erhobenen
Befunde, die
durchgeführte Beratung und Schulung, in
den
patientenbezogenen Unterlagen zu
dokumentieren
VÖD Tätigke itsprofil
- 14
5. Erhebung des Zuständigkeitsbereichs (Verantwortungsbereichs)
einer Diabetesberaterin / eines Diabetesberaters in der
Diabetesschulung 2005 in 10 Schulungszentren
LKH-Villach,
Wilhelminenspital-Wien, Uni-Klinik-Graz,
AKH-Linz, LKH-Eisenstadt,
WVK-Amstetten, BHB-Eggenberg-Graz,
LKS-Salzburg, KH-Schwaz, LKH-Hörgas
Wer im Team übernimmt welche Schulungsinhalte in der Diabetesschulung?
Ausschließlich DiätologInnen: 6 mit WB - Diabetesberatung
4 ohne
WB Diabetesberatung
Diätberatung : Grundnährstoffe; KH (Glykämischer
Index, Hypomaßnahmen);
Fette; EW
Energiebedarfsberechnung
Gewichtsreduktion
Getränke (Alkohol,
)
Süßstoffe;
Diabetesprodukte
BE berechnen (theoretisch und praktisch) 1x DGKS mit
WB Diabetesbg.
Tagesplan (Verzehrmengen)
Ausschließlich von
DGKS/P mit WB - Diabetesberatung
Sondersituationen wie:
- Sport
- Reisen
- Krankheit
- Autofahren, Radeln
Fußpflege
Fußgymnastik
Selbstkontrollen (Theorie und Praxis) :
- HZ messen
- Aceton kontrollieren
- BZ messen
- RR messen
-
Gewichtskontrolle
Insulininjektion (Theorie und Praxis)
VÖD
Tätigke itsprofil - 15
Schulungsinhalte die interdisziplinär
unterrichtet werden:
Arzt = Nur Arzt
Arzt + DB = DGKS/P mit
Diabetesberatung
DB = Nur DGKS/P mit Diabetesberatung
Arzt Arzt + DB
DB
Was ist Diabetes? Physiologie, Pathophysiologie 2 1 7
Hypoglykämie 2 1 7
Hyperglykämie 1 1 8
Therapieformen und
Wirkung der Medik. und Insuline 2 1 7
Insulinstrategien 1 1 8
BZ-Korrektur, Dosisanpassung - 2 8
Vorsorgeuntersuchung 2 1 7
Spätschäden 3 2 5
Patienten - Zieldefinition
3 DB und Arzt
2 DB und Diätologin
1 DB und Arzt und Diätologin
1 DB
3 -
6. Entwicklungstendenzen
Das Gesundheitswesen befindet sich in einem
markanten Veränderungsprozess.
Durch die stetig steigende Zahl von
Menschen mit Diabetes mellitus und ihren
Begleiterkrankungen bedeutet
dies für die DiabetesberaterInnen eine Zunahme der
Aufgaben, vor allem
in der Gesundheitsförderung, Prävention, Aufklärung, Schulung,
Beratung,
Betreuung und Begleitung von Betroffenen.
Deshalb wird es zukünftig
notwendig sein, dass ausreichend qualifizierte
DiabetesberaterInnen für
die intra- und extramurale Versorgung zur Verfügung
stehen; Insbesondere
im Nahtstellenmanagement und in den Schulungspraxen des
DMP-Diabetes
Therapie aktiv.
Die Prävention wird einen enormen Stellenwert
erhalten. Das bedeutet, dass das
Leistungsangebot der Schulung erweitert
werden muss.
Neben Diabetesschulungen müssen auch Schulungen auf dem
Gebiet der
Hypertonie, der Fettstoffwechselstörungen, der
Raucherentwöhnung und
Bewegungstherapie angeboten werden.
Auch in
Zukunft werden die DiabetesberaterInnen eine bedeutende Schlüsselposition
im Gesundheitswesen einnehmen.
VÖD Tätigke itsprofil - 16
7.
Arbeitskreis des Verbandes Österreichischer
DiabetesberaterInnen
Leitung: DGKS PDL Janina Schrempf
Diakonissenkrankenhaus
8970
Schladming
Diätologin Brigitta Geyer
Diakonissenkrankenhaus
8970
Schladming
DGKS Maria Bruckner
Landesklinikum Mostviertel-Amstetten
3300 Amstetten
Diätologin Daniela Reitbauer
Landesklinikum
Mostviertel-Amstetten
3300 Amstetten
DGKS Gertraud Sadilek
LKH
Hörgas
8112 Gratwein
Diätologin Brigitte Schlatzer
LKH Hörgas
8112 Gratwein
8. Anhang
8.1. Beispiel einer Stellenbeschreibung
für DGKS/P und DKKS/P
in der Diabetesberatung
8.1. Beispiel einer
Stellenbeschreibung für DiätologInnen
in der Diabetesberatung
PROFESSIONELLE ERNÄHRUNGSBERATUNG,
ERNÄHRUNGSBERATER,
ERNÄHRUNGSBERATERIN,LEBENSQUALITÄT, VERBESSERUNG,GESUNDHEIT VOLLWERTIGE
ERNÄHRUNG;KRANKHEITSPRÄVENTION,
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FRADL,SALZBURG,ANIF,DR.MARGARETHE FREY,
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